1. Kein SEO-Plugin installiert oder falsche Einstellungen
WordPress ist zwar grundsätzlich suchmaschinenfreundlich, aber ohne ein SEO-Plugin wie Rank Math oder Yoast SEO fehlen dir wichtige Grundlagen: Meta-Titel, Meta-Descriptions und eine automatisch generierte XML-Sitemap. Das kostet unnötig Sichtbarkeit.
Tipp: Installiere Rank Math (aktuell kostenlos) oder Yoast SEO, führe den Einrichtungsassistenten durch und aktiviere die Sitemap. Das dauert weniger als 5 Minuten – bringt deiner Website aber sofort einen großen SEO-Boost.
2. Falsche Permalink-Struktur („Einfach“ oder „Datum“) aktiviert
URLs mit Endungen wie z.B. ?p=123 wirken nicht nur unprofessionell, sondern sind auch schlecht für SEO und das Teilen in sozialen Medien.
Wichtig: Wenn du die Permalink-Struktur änderst, musst du unbedingt 301-Weiterleitungen einrichten — sonst funktionieren alte Links nicht mehr und deine Rankings können einbrechen.
Empfohlene Lösung: WordPress-Dashboard → Einstellungen → Permalinks → „Beitragsname“ auswählen. Fertig.
3. Leere oder automatisch generierte Title-Tags und Meta-Descriptions
Ein Titel wie „Startseite – Dein Firmenname“ zieht keine Klicks an. Sauber formulierte Title-Tags und Meta-Descriptions – idealerweise mit dem wichtigsten Keyword direkt am Anfang – können die Klickrate um bis zu 30 % erhöhen (laut einer Backlinko-Analyse von über 5 Millionen Google-Suchergebnissen, 2024).
4. Fehlendes oder falsch eingesetztes Schema-Markup
Rich Snippets, z. B. Sternebewertungen, FAQs oder Breadcrumbs, können die Klickrate deutlich steigern. Die gute Nachricht: Rank Math und Yoast SEO erzeugen Schema-Markups inzwischen fast automatisch — du musst nur die passenden Schema-Typen aktivieren.
5. Bilder, die keine ALT-Texte haben und unnötig groß sind
Rund 90 % aller Websites laden riesige Originalbilder hoch und lassen den ALT-Text leer – verschenktes Ranking-Potenzial, besonders in der Google-Bildersuche, die inzwischen über 20 % aller Suchanfragen ausmacht.
- Bilder vor dem Upload komprimieren (z. B. mit TinyPNG oder Imagify)
- Sprechende Dateinamen wählen, z. B.
zahnarzt-muenchen-behandlung.jpg - ALT-Texte immer ausfüllen: keywordhaltig, aber natürlich formuliert
6. Schlechte Ladezeit durch zu viele Plugins und langsames Hosting
Seit 2021 gehören die Core Web Vitals offiziell zu den Rankingfaktoren. Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit erhöht die Absprungrate um bis zu 32 % und kostet spürbar Conversions (Google-Studie 2023). Seiten, die unter 2,5 Sekunden laden, schneiden im Ranking deutlich besser ab.
Empfohlenes Performance-Setup:
- Schnelles Managed WordPress Hosting (z. B. Raidboxes)
- WP Rocket oder LiteSpeed Cache für Caching, Minification & Co.
- Sauber optimierte Bilder
✅ Damit landen die meisten Websites stabil unter 1,5 Sekunden Ladezeit.
7. Duplicate Content durch Tags und unnötige Archive
Tag-Archive, automatisch erzeugte Archivseiten nach Datum oder Autoren-Seiten (bei nur einem Autor) liefern oft keinen echten Mehrwert für Suchmaschinen, blähen den Index aber unnötig auf. Google wertet solche Seiten häufig als „Thin Content“ oder „Duplicate Content“, wodurch die Autorität deiner wichtigen Seiten verwässert wird.
Lösung: Aktiviere in den Einstellungen von Rank Math oder Yoast SEO “noindex” für Tags und Datums-Archive. Die Hauptkategorien und die Blog-Startseite bleiben indexiert, damit Google deine Seitenstruktur versteht. So stellst du sicher, dass nur deine hochwertigen Inhalte in den Suchergebnissen landen.
8. Keine interne Verlinkung
Google nutzt interne Links, um zu verstehen, welche Seiten deiner Website besonders wichtig sind. Wer kaum verlinkt, verschenkt wertvolle Linkpower – und damit bessere Rankings für seine wichtigsten Inhalte.
9. Keine echte Mobile-Optimierung (trotz responsive Theme)
Nur weil ein Theme „responsive“ ist, heißt das noch lange nicht, dass die Seite mobil gut nutzbar ist. Zu kleine Schriftgrößen, enge Buttons oder störende Pop-ups verschlechtern deine Mobile-Werte und damit auch dein Ranking.
Tipp: Regelmäßig mit PageSpeed Insights prüfen, wie deine Seite auf Smartphones tatsächlich performt.
10. Keine regelmäßige Pflege & verwaiste Seiten
404-Fehler, veraltete Inhalte und kaputte Links schaden langfristig deinem Ranking. Viele Websites sammeln über die Jahre echte „Content-Leichen“ an – etwa Seiten ohne interne Verlinkungen, alte Entwürfe oder fehlerhafte Weiterleitungen.
In WordPress kannst du diese Probleme mit kostenlosen Plugins beheben:
- Der Broken Link Checker spürt kaputte Links auf. Wichtig: Da dieses Plugin viel Rechenleistung zieht, solltest du es installieren, durchlaufen lassen, die Fehler beheben und das Plugin anschließend sofort wieder deaktivieren.
- Das Plugin Redirection erkennt automatisch 404-Fehler und ermöglicht sauber verwaltete 301-Weiterleitungen.
So hältst du deine Website dauerhaft sauber und suchmaschinenfreundlich – direkt im Backend.
Fazit: Kleine Anpassungen, große Wirkung
Die meisten SEO-Probleme auf WordPress-Websites entstehen nicht durch fehlendes Expertenwissen, sondern durch kleine Versäumnisse in den Grundeinstellungen. Genau deshalb lassen sich viele der typischen Fehler mit wenigen Klicks beheben – oft ohne technisches Know-how und ohne zusätzliche Kosten. Wenn du ein solides SEO-Plugin nutzt, deine Inhalte technisch sauber hältst, regelmäßig interne Links setzt und deine Website schlank und schnell hältst, bist du bereits weiter als 90 % deiner Konkurrenz.
Du möchtest, dass dich jemand dabei unterstützt, die Sichtbarkeit deiner Website bei Google zu verbessern? Gerne unterstütze ich dich mit effektiven SEO-Maßnahmen.












